Freitag, 21. August 2009

Musiktipp: Ensemble L'Arpeggiata

Schon seit einigen Jahren bin ich großer Fan des Ensembles für alte Musik L'Arpeggiata. Kürzlich ist eine neue CD mit Werken von Monteverdi erschienen, die ich mir heute bestellt habe (zusammen mit noch zwei weiteren CDs, die mir noch fehlten).

Ans Herz legen möchte ich Euch heute die Vorgänger-CD Los Impossibles. Und dazu habe ich bei Youtube folgendes Video gefunden:



Wenn Ihr klassische Musik mögt -- dann könnte das sehr gut was für Euch sein!

Donnerstag, 13. August 2009

Die NPD und Zeca Schall

Die meisten von Euch werden es bestimmt mitbekommen haben. In Thüringen wurde der angolastämmige Integrationsbeauftragte der thüringischen CDU von der NPD bedroht und aufgefordert nach Hause zurückzukehren.

Dazu möchte ich Artikel 3, Absätze 1 und 3 des deutschen Grundgesetzes zitieren:

" Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich."

"Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."

Quelle

Und dazu kann ich nur alle aufrufen, im Herbst wählen zu gehen! Denkt an all die Staaten in denen Menschen nicht wählen dürfen oder um ihr Leben fürchten, wenn sie das Falsche wählen!

Montag, 10. August 2009

Beweisfotos

Also - am Wochenende war ich fleissig - so fleissig ich halt sein konnte mit Besuch, Baby und schmerzenden Sehnen in der Hand - und habe meinen Gobi-Pullover fast fertig.

Gobi? Wasndas? Das ist meine Variante von Stitchdivas Sahara

Der Originalschnitt sieht zwei verschiedene Garne vor, Seidemischungen. Ich wollte gerne einen Pullover aus Leinengarn und habe Lang Linosa ausgewählt, eine Leinenmischung mit Acryl und diesen Sommer ganz neu. Meine Farbe ist türkis und das Garn ist großartig!



Natürlich ist Leinengarn oft etwas anstrengend zu stricken und ich hatte den einen oder anderen Schnitt an der linken Hand von der Garnführung. Aber nichts schlimmes und insgesamt verstrickt sich das Garn sehr schön. Es wirkt beim Stricken oft etwas schmutzig, aber das ist nicht mehr zu sehen, sobald das Garn verstrickt ist.



Der Pullover wird in einem Stück gestrickt, von oben nach unten, dann werden Maschen für die Ärmel aufgenommen und die Armkugel über verkürzte Reihen geformt. Das finde ich eine ziemlich elegante Lösung - blöderweise hat man natürlich am Ende immer den ganzen Pullover auf dem Schoß, während man mit Nadelspiel die Ärmel strickt. Aber das ist es mir wert, nicht viel Nähen zu müssen - genau genommen nur den Ausschnitt.



Für den Ausschnitt werden ebenfalls die Maschen aus dem Vorderteil aufgenommen, dann wird in Reihen gestrickt und unten festgenäht. Dann probiert man an und legt fest, wie weit der Pullover ausgeschnitten werden soll. So weit näht man dann von unten die Blende aneinander fest. Ich habe den Ausschnitt insgesamt sehr viel kleiner gemacht als im Original.

Der Vorteil dieser Arbeitsweise ist, dass man seinen Pullover "unterwegs" problemlos anprobieren kann. Dadurch konnte ich die Zahl der Abnahmen und Zunahmen gut festlegen und so einen guten Sitz erreicht. Dummerweise sind trotzdem meine Armausschnitte viel zu groß geworden (gefühlt bis zur Taille...). Ich musste also nachträglich selbige verkleinern, indem ich nochmal ein paar Maschen aufnehme und hochstricke.



Es ist ganz gut geworden und wird getragen gar nicht mehr auffallen. Unten ist der verkleinerte Ausschnitt, obenauf der noch nicht bearbeitete. Das Strickstück liegt genau Saum auf Saum - ich habe den Ausschnitt um etwa 3 cm verkleinert.

Mittlerweile ist der erste Ärmel fast fertig und ich hoffe, dass ich diese Woche noch einigermaßen mit dem Pullover durchkomme, spätestens nächstes Wochenende soll er fertig sein. Dann gibts auch Fotos vom getragenen Teil.

Donnerstag, 6. August 2009

Update

Ja - näht sie eigentlich noch? Und was ist mit dem Handarbeiten?

Doch - ich stricke zumindest. Und ich habe immerhin ein Babykleid genäht und eine weiter Hose zugeschnitten und zu nähen begonnen. Aber der Teufel steckt im Detail - seit ich wieder ein bisschen arbeite, komme ich zu nix mehr. Meine Projekte kommen nur noch im mikroskopischem Teil voran - hier eine Reihe, dort eine Naht.
Und dazu habe ich noch schreckliche Startitis und kann mich kaum zurückhalten, noch drei weitere Sachen anzufangen. Mindestens.

Aber - es geht was. Sogar meine Pläne für ein schwarzes Nürchen habe ich wieder aus dem Wandschrank geholt und entstaubt. Jetzt muss ich nur noch den Laden wiederfinden, der Zeit in Säcken verkauft...

Dienstag, 4. August 2009

Miniaturstricken

Ravelry ist wirklich einfach eine großartige Sache. Man findet dort Strickmuster und Ideen, von denen man nicht mal wusste, dass es sie gibt!

Heute bin ich im Forum auf einen Link zu dieser Künstlerin gestoßen: Althea Crome. Crome strickt Kleidung und Dinge, aber in Miniaturgröße, auf Nadeln die teilweise die Stärke eines menschlichen Haares haben.

Geht hin, schaut es euch an, schaut Euch vor allem das Video auf der Seite an. Ich habe mit offenem Mund gestaunt!

Freitag, 17. Juli 2009

Living in the Out-Skirts

Als ähm Frau und Mutter sind Jeans ja ungemein praktisch. Sie sind robust und scheuern nicht sofort durch, wenn man mit dem Nachwuchs auf dem Fußboden rumrutscht. Man kann nicht über sie stolpern, wenn man Treppen steigt. Sie passen zu (fast) jeder Gelegenheit. Und mir als Sommertyp steht die Farbe nun auch richtig gut.

Aber irgendwie...

Geht es mir langsam auf die Nerven. Und ich stelle (eigentlich mal wieder) fest, dass ich mich immer dann richtig wohl in meiner Haut fühle, wenn ich ein Kleid trage, was mithin nur bei Sommerwetter möglich ist - aus Mangel an Röcken und Kleidern.

Aus Mangel?

Nein, ich habe ziemlich viele Röcke, die nicht mal alle nur fürs Büro geeignet sind. Es sind zwei Längen vertreten - Maxi, bis etwa zum Knöchel und Midi - bis kurz unterhalb des Knies.

Und warum trage ich die nicht?

Tja. Weil ich zu faul bin meine Beine zu rasieren/ epilieren/ mit Chemie zu traktieren. Also trage ich im Sommer nur meine Maxikleider, da sieht mans nicht. Und dann bin ich gestern auf einen interessanten Sommerlochartikel im Spiegel gestoßen. Hier geht es um den Trend zur Intimrasur und wie dieses Bedürfnis von Gilette & Co überhaupt erst geschaffen wurde. Genau wie die Enthaarung der Beine und Achseln (natürlich nur bei Frauen. Männer müssen ihren Pelz weitertragen, sonst sind sie ja unmännlich oder so)
Und da hab ich mich gefragt - ja warum will ich mir die Beine eigentlich rasieren? Braucht das ein Mensch? Bin ich weniger eine Frau, weil ich beim (ja, ich mache das) Babyschwimmen die einzige Frau bin, die sich die Beine und Achseln nicht rasiert? Öh - hab ich mit Baby nicht besseres zu tun als mich in meiner eng bemessenen Freizeit auch nicht hinzustellen und mir mit einem Messer Haare vom Körper zu schaben?

Pff.

Hiermit erkläre ich meinen Willen zum Rock - egal ob ich dazu Zeit und Lust habe meine Beine nackig zu machen. So. Das nächste Teil das ich mir selbst nähe wird ein schöner Rock sein! Und ich werde ihn tragen. Ebenso wie die schon vorhandenen.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Wo kommen die eigentlich immer her?

Sobald im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen das Nahen besseren Wetters künden sieht man sie allenthalben draußen. Nein, nicht die balzenden Vögel. Auch nicht Bienen. Die Radfahrer im schicken Radeldress auf Rennrädern. Die tun was für ihre Gesundheit und legen mit ihren Rädern einen Haufen Kilometer zurück. Die Ausdauer ist gut. Die Waden sind stramm.

Ich frag mich nur - warum müssen die eigentlich immer auf den Hauptstraßen fahren? Selbst wenn nebendran oder fünf Meter weiter ein guter Radweg ist? Und eine weitere Frage - denn sie tauchen ja meist im Rudel auf - wieso müssen sie dann auch noch nebeneinander herfahren?

Oder ist das alles nur ein ausgeklügelter Plot der anonymen Lebensmüden? Wenn wir nur lange genug Rad fahren, dann wird uns schon so ein blöder Autofahrer umnieten? Und wir müssen nicht so unkreativ sein uns vor einen Zug zu werfen?

Nun - genießen wir also den Sommer, in dem wir als Autofahrer auf dem Land die schönen Seitenstraßen kennenlernen und mal durch Orte kommen in denen wir noch nie waren. Damit die Radfahrer auf den Hauptstraßen sicher fahren können. Im Herbst verschwinden sie dann ja auch wieder und werden dann nahtlos ersetzt von den Rübentreckern. Ja, das Landleben ist ein feines...

Mittwoch, 24. Juni 2009

Usability-Fragen

Ich bin ja selten einer Meinung mit dem bekannten Usability-Experten Jakob Nielsen. Seine Ansichten sind mir manchmal zu radikal, manchmal zu populistisch und vor allem meistens zu amerikanisch. Auch kann ich nicht finden, dass er auf seiner Website sein eigenes Credo wirklich lebt - aber die Amerikaner finden halt andere Sachen praktisch als wir.

In seiner neuen Kolumne schreibt er mir aber aus der Seele: Schafft endlich diese blöden und völlig unnötigen Sternchen bei der Eingabe von Passwörtern ab! Seine Zusammenfassung ist: Diese Sternchen schaffen keine Sicherheit bei der Eingabe, denn wer das Passwort wirklich herausbekommen möchte, kann es von der Tastatur bei der Eingabe ablesen. Dafür sorgen die Sternchen dafür, dass regelmäßig Logins fehlschlagen, weil man sein eingegebenes Passwort nicht auf Schreibfehler prüfen kann.

Vor allem bei hochsicheren Passwörtern wie CxR34$y* passiert mir sowas ständig. Was dazu führt, dass ich sie irgendwo in einer Datei auf meinem Rechner abgespeichert habe und ins Eingabefeld kopiere. Supersicher. Echt. Oder ich nehme gleich ein einfaches Passwort wie den Namen meines Mannes - zwei Verhaltensweisen, vor denen auch Nielsen warnt.

Also - wenn man sein Passwort bei der Eingabe lesen kann, kann man sichere Passwörter benutzen, die man nicht irgendwo speichern muss. Die Eingabe geht schneller, man sperrt seine Nutzerkonten nicht mehr und muss dann den Support anrufen. Das spart wiederum Geld und Nerven.

Und wer nicht möchte, dass jemand sein Passwort mitliest (wer auch immer mit Stielaugen im Raum ist) kann ja noch immer seinen Monitor ausschalten!

Den kompletten Artikel von Nielsen gibt es in seiner Altertbox zu lesen.

Samstag, 20. Juni 2009

Wie eiskalt ist dies Händchen - der Komödie nächster Teil

Danke für Eure Handcremetipps, sie sind mir sehr willkommen.

Gestern habe ich mal gesichtet, was ich so an Cremes zu Hause habe. Und heute wollte ich eine Handcreme im Spender und habe mal geschaut, was ich schon alles so probiert habe. Erschreckend, ich habe fast das komplette Drogerie-Sortiment durch...

  • Wuta Kamille habe ich schon vor Jahren getestet und dann als ich mit dem Handarbeiten wieder anfing aussortiert. Eigentlich recht gut. Schmiert ewig.
  • Clarins - super Handcreme, riecht gut. Bis ich schwanger wurde. Die Resttuben habe ich meiner Ma verehrt. Sie liebt sie.
  • Nivea in verschiedenen Variationen. Entweder sie nützten nichts oder zogen nicht ein.
  • Neutrogena. Ich dachte mir, dass so ein Konzentrat ja was feines ist, wenn man nicht so viel Creme nimmt, wirds schneller einziehen. Hm. Aber damit ich das Zeug überall an meine Hände kriege brauche ich dafür Unmengen - und die ziehen dann nicht richtig ein, machen so Stippel auf den Händen und sind schwer unangenehm.
  • Weleda. Riecht gut, macht ein gutes Hautgefühl, zieht einigermaßen schnell ein. Nur werden die Hände eine Zeit lang davon so klebrig. Aber das ist im Augenblick meine "Tagsüber zwischendurch" Wahl
  • Atrix fand ich furchtbar vom "Verschmiergefühl" her. Habe ich entsorgt.
  • Florena Q12 für *öhm* reife Hände. Sehr reichhaltig, zieht ewig nicht ein. Das ist jetzt meine "Vor dem Schlafengehen" Creme
  • Eucerin Urea-Creme. Die ist ganz prima aber durchaus nicht kostengünstig
  • Und heute neu erstanden: Balea Urea. Ich habe drei Tuben und einen Seifenspender gekauft, alles zusammen dareingefüllt und creme mir damit jetzt jedesmal wenn ich auf der Toilette war damit die Hände ein. Macht soweit einen guten Eindruck.
Die Excipial-Creme und das Reamin habe ich hier nicht bekommen. Dafür muss ich wohl mal in die Stadt. Aber dank eiserner Disziplin vor dem Schlafengehen sehen meine (im Augenblick warmen ;) ) Händchen schon viel besser aus.

Ich bleibe dran!

Freitag, 19. Juni 2009

Namenlos

Es gibt Professionen, die sollte man nicht einfach so ergreifen. Jedenfalls nicht dann, wenn man einen bestimmten Namen trägt. Das macht sich einfach nicht so gut.

Mein jahrelanger Favorit in dieser Hinsicht ist ja das "Haarhaus Schleimer" gewesen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man da wirklich gut frisiert wird.

Dann ist da der Reifenhändler Reifen Platt. Das würde ich nicht mit qualitativ hochwertigen Schlappen für mein Auto assoziieren.

Gerne genommen ist auch der Gynäkologo Dr. Fucker, die Autowerkstatt Schluckebier (ob die so reparieren wie sie heissen?) oder die Glaserei Bruch.

Am schönsten fand ich aber in letzter Zeit etwas, das ich auf einem LKW sah, als wir nach Amrum fuhren: Zufall Logistics Group. Nein. Denen möchte ich bitte meine Sachen nicht zum Transport anvertrauen. Wirklich nicht.