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Mittwoch, 25. Mai 2011

Bestrickend. Benähend. Bemalt.

Es geht ja wenig so neben Arbeit, Kind und Haus, aber ein bisschen was geht doch.

Ich habe ein wenig gesockt und mein erstes Paar aus Cat Bordhis "New Pathways for Sock Knitters" gestrickt, die Spiraling Coriolis Master Socks. Das Garn ist ein wunderschöner Woll-Seiden-Bambus-Mix von Tausendschön, den ich schon lange für genau das richtige Muster horte. Das Muster war genau richtig, allerdings hätte ich den Fuß einen halben CM länger machen sollen. Ich mag meine Socken zwar lieber knapp, aber hm. Etwas zu knapp. Aber trägt sich trotzdem ok und hat sich mittlerweile eine Spur geweitet.

Spiraling Coriolis Master

Dann habe ich auch festgestellt, dass die Konstruktion den Socken etwas unförmig aussehen lässt, wenn man ihn nicht trägt. Am Fuß ist er aber prima und sitzt gut. Wie immer habe ich das Bein nicht so hoch gemacht, das finde ich nicht schön und ist mir zu warm (sprach die Frau mit den Dauereisfüßen. Hah)

Spiraling Coriolis Master


Was noch?

Einen Pullover aus der Twist Collective, den wunderschönen Dulce de Leche von Marnie MacLean. Gestrickt aus einem rosa (ja, rosa) Seiden-Woll-Gemisch von ONline ist das mein aktueller Lieblingspullover:

Dulce de Leche


Das vielleicht interessanteste Projekt aber war ein Geheimprojekt für meine Mutter.

Vor vielen Jahren (damals) bei ihren ersten Besuchen bei Blauweisschen hat meine Ma einen Haufen Stoffquadrate bedruckt, gewischt, gemalt, um daraus eine große Decke zu nähen. Die Quadrate waren alle fertig und in der Decke positioniert, die ersten Teile auch zu Streifen zusammengenäht. Dann hat das Leben zugeschlagen (wie immer eigentlich, oder?).
Und die Decke hat hm einige Jahre unbenäht im Nähkorb meiner Mutter rumgelegen. Bis ich im September auf die Idee gekommen bin, dass ich doch die Decke eigentlich fertig nähen könnte und sie ihr als Überraschung zu Weihnachten schenken könnte.
Ich habe meinen Vater mit eingespannt, der die Teile für mich zusammengepackt und nach Neuberg geschmuggelt hat. Und da habe ich mich dann an die Arbeit gemacht.

Leider habe ich kein Bild der kompletten Decke. Eigentlich hatte ich im Urlaub eines machen wollen, aber dazu ist es nicht gekommen. Immerhin - jeder einzelne Block zusammengepuzzelt gibt einen kleinen Eindruck :) Und Mist - der Mosaic-Macher kann nicht alle Blöcke zeigen, maximal 36 Stück. Also gibts zwei Bilder...

Mamas_Decke1
Mamas_Decke2


Glaubt mir, mir ist es enorm schwer gefallen, die Decke herzugeben...

Aktuell habe ich wieder was in Arbeit für Finja, ich bemale ihr eine Bluse mit der Blauweisschen-Farbe. Erster Zwischenstand ist das Vorderteil: Blumenwiese.

Handbemalte Bluse aus Ottobre für Finja

Mal sehen wie lange ich brauche, bis ich das fertig habe - den Schnitt ausgesucht und alles geplant habe ich nämlich schon im Februar oder März, als die Frühlings-Ottobre kam. Ahem.

Mittwoch, 25. August 2010

Da ist der Wurm drin

Kennt Ihr das? Monatelang näht und strickt Ihr ungestört vor Euch hin und alles ist prima. Und dann ist plötzlich der Wurm drin. Und zwar richtig.

Ich hatte in den letzten Wochen Urlaub und war so fleissig wie ich konnte (denn Arbeitgeberfreundlich war ich auch ziemlich krank). Eine Menge habe ich geschafft:

  • Strickjacke "Something Red"
  • Strickjacke "Elizabeth"
  • Hose mit Aufschlage
  • Hose nach Jeansschnitt
  • Wickelbluse
  • Asiabluse (Ärmel fehlen noch)
  • Henleyshirt (gestrickt, etwa in Taillenhöhe)
Und was ist schief gegangen?

  • Something Red hat die Ärmel etwas zu kurz, obwohl ich zweimal die Abkettreihe aufgetrennt und verlängert habe!
  • Elizabeth ist VIEL zu weit. Ich ersaufe in der Jacke, obwohl die Maschenprobe gestimmt hat. Die Länge ist optimal, der Rest grauenhaft. Ich schwanke ob ich die Nähte auftrenne und ribble oder ob ich versuche das Ganze enger zu nähen. Bin noch nicht im Reinen mit mir
  • Die Wickelbluse habe ich an der falschen Stelle verlängert und habe jetzt ein Teil das irgendwie Bauchfrei ist und total bescheuert sitzt, weil ich versucht habe, einen Streifen einzusetzen, damit sie länger ist. Die kann ich nur noch heiss entsorgen, denn ich glaube nicht, dass ich noch was passendes draus zuschneiden kann
  • Ich habe es geschafft die Asiabluse falsch rum zusammen zu setzen, so dass der Untertritt am Ausschnitt obendrüber sitzt. Es ist mir gestern Abend im Bett aufgefallen. Immerhin habe ich die Ärmel noch nicht eingesetzt. Das lässt sich immerhin ziemlich einfach beheben.
  • Das Henleyshirt ist nach einem amerikanischen Strickmuster aus der Twistcollective. Wie immer - völlig zu kurz. Amerikanerinnen sind alle nur 1,56 groß und haben noch kürzere Taillen als ich. Ich war schon am Ausschnitt und habe bis fast zum Saum zurückgeribbelt
Nun ja, es kommen auch wieder bessere Zeiten. Die Hosen sind super geworden, nach Schnitten von Schnittvision. Endlich mal gut sitzende Hosen in passender Länge ohne Katzenbärte. Mit der Ärmellänge von Something Red kann ich auch leben. Vielleicht mache ich die Ärmel auch nochmal auf (aller guten Dinge sind drei) und stricke nochmal vier cm an oder so. Dann sollten sie auch passen.

Und am Freitag habe ich mir vorgenommen von ALL DEM mal Fotos zu machen, damit ihr was zu lachen habt!

Montag, 25. Mai 2009

Just cruising

My parents made a long-cherished wish come true and bought a motorbike about one and a half years ago, a BMW RT1100 (for my father - only BMW :D ). They are planning on cruising Scandinavia next year and this summer will conquer the alps. As the cases (top and side) are quite heavy and actually needed to hold the helmets when having a break, they asked me to sew some bags to go with the cases. For the side cases bags are available for quite a lot of cash. But the top case has up to now been virtually bagless.

Meine Eltern haben sich vor etwa anderthalb Jahren einen langgehegten Traum erfüllt und ein Motorrad gekauft, eine BMW RT1100 (für meinen Vater nur BMW :D ). Sie wollen im nächsten Jahr nach Skandinavien fahren, in diesem Sommer geht es in die Alpen. DA die Koffer am Motorrad recht schwer sind und eigentlich benötigt werden um unterwegs z.B. die Helme unterbringen zu können, haben sie mich gebeten ihnen passende Taschen zu nähen. Für die Seitenkoffer gibt es sowas - ziemlich teuer. Aber für das Topcase gibt es sowas noch gar nicht.



I bought the supplies at the fabulous www.funfabric.com Online Store by Rosa Meyer - Straps, Zippers, Clasps etc. The fabric, a lightweight Cordura came from Stoff am Stück.

Meine Zutaten habe ich im großartigen Shop von Rosa Meyer gekauft, bei www.funfabric.com, die Gurte, Bodennägel, Reißverschlüsse etc. Der Stoff, ein leichter Cordura stammt von Stoff am Stück.

I took some time to think about practicability, what I could do without patterns or proper dimensions and created simple rectangular bags with TimTex Bottom for the side cases.

Ich musste eine Weile darüber nachdenken, was denn jetzt sowohl für mich beim Nähen machbar als auch im Gebrauch praktisch war. Ich hatte keine Schnitte und nicht mal vernünftige Abmessungen. Also habe ich für die Seitenkoffer einfache rechteckige Taschen mit festem TimTex-Boden genäht.



As the cases are slightly rhomboid, I mirrored this form in the bags and marked the higher corner with my label - my parents did know this but managed none the less to take pictures of the bags on the wrong case ;) Still fit in there, anyway.

Da die Koffer auf einer Seite etwas höher sind, habe ich diese Form in die Tasche übernommen und die höhere Seite mit meinem Label markiert. Für das Bild haben meine Eltern sie falschrum ins Motorrad gepackt - funktioniert auch ;).

For the top case I created a simple rectangle, quite big, with a soft bottom and strap to carry over the shoulder. The top case is not rectangular itself but cut irregular so a soft bag meeting the largest proportion of the case proofed best. I don't have a pic of this bag yet - but will present one as soon as possible.

Für das Topcase habe ich nach längerer Überlegung eine einfache rechteckige Form ohne alles weitere gewählt, das TopCase hat ein ziemlich abgefahrenes Innenleben und entspricht keiner geometrischen Form für die ich Nähen möchte. Diese Tasche kommt ohne Verstärkung aus, damit sie sich der seltsamen Form gut anpassen kann. Bisher habe ich noch kein Bild, leider, aber ich werde eines einfügen, sobald ich es habe.

I had quite some fun sewing these bags, something completely different from what I usually create. My parents tested them a week ago and claim them to be perfect :)

Ich hatte viel Spaßdie Taschen zu nähen, sowas völlig anderes als ich sonst nähe. Meine Eltern haben sie schon ausprobiert und sagen, sie seien perfekt.

Samstag, 23. Mai 2009

Blauweisschen - erstes Stück genäht

Das ging mal einigermaßen schnell, trotz einiger gesundheitlicher Probleme und den wachsenden Zähnchen der Motte. Das erste Kleid ist schon fertig.



Ich mag diese Kombination auch sehr gerne Madhatter :) und hätte ohne den Farbfächer im Leben nicht daran gedacht, Grün mit Lila zu kombinieren! Da hätte sich in mir einiges gesperrt!

Das Kleid hat am Hals oben kleine Kellerfalten, die ich weniger tief abgesteppt habe, als der Schnitt es eigentlich vorsieht - so gefällt es mir besser, fällt schön in dem durch die Farbe fester gewordenen Stoff.



Am Saum ist ein einfarbiges Stück Stoff aufgesetzt. Ich habe mir nach einigem Rumprobieren für grün entschieden, um auch ein wenig Ruhe in das Kleid zu bringen.



Bei meiner liebsten Kurzwaren-, Stoff- und Nähmaschinenhändlerin Frau Gebhard in Bruchköbel habe ich auch schöne passende Knöpfe gefunden, mit ein ganz bisschen Perlenbärchen in Lila drin, aber trotzdem schön dezent.



Finja hat es auch schon angehabt und ich werde immer mehr überzeugt davon, dass die Kleine ein Sommertyp ist, genau wie ich. Sie sah zuckersüß darin aus. Ist aber noch eine Spur reichlich.

Montag, 8. Dezember 2008

Wichteln bei Ravelry

Ich habe mal wieder was genäht :)

Bei Ravelry mache ich bei einer Weihnachtswichtelei mit. Eigentlich mag ich sowas ja nicht, aber dieses Jahr hatte ich Lust dazu - müssen die Hormone sein oder so. Da ich was Gestricktes nicht rechtzeitig fertigbekommen hätte, habe ich was genäht.

Ihr erinnert Euch sicher an mein rosa Strickutensilo? Das hat sich bei mir so dermaßen bewährt, dass ich für mein Wichtelkind eines genäht habe:

So sieht es geschlossen aus. Ich habe das Gerät natürlich verbessert - anstatt wie bei meinem mit zwei Druckknöpfen, die ich reingemurkst habe, wird dieses mit drei Knöpfen und Gummischlaufen geschlossen.



Außerdem habe ich auf der Außenseite eine Tasche angebracht, in der man seine Strickanleitung aufbewahren kann. Mein Label darf natürlich auch nicht fehlen...



Auch von innen habe ich es etwas verändert. Die Taschen für die Rundstricknadeln sind etwas breiter geworden, die Scherentasche ist grade geblieben.



Außerdem habe ich noch einen Halter für Maschenmarkierer zugefügt - der fehlt mir in meiner Version sehr! Ich denke, ich werde auch noch einen einbauen. Der Karabinerhaken dafür stammt aus einer Händie-Socke :D

Liebe Heike, ich hoffe, ich konnte Dir damit eine Freude machen und Du kannst das Teil gut gebrauchen. Und ich hoffe, Deine Schere ist ebenso klein wie meine und passt da in die Tasche rein!

Donnerstag, 6. November 2008

Wusstet, Ihr, dass ein Baby gegen seine Windeln allergisch sein kann?

Sachen gibt es, die will man eigentlich gar nicht wissen. Nach zweieinhalb Wochen des Dauergebrülls war es eigentlich Zufall, dass ich die Ursache gefunden habe. Wenn ich nicht wegen des wunden Hinterns zum Arzt gegangen wäre und jetzt andere Windeln benutzte.... hätte ich die Kleine bestimmt mittlerweile in die Babyklappe gelegt.

Statt dessen habe ich aber am Sonntag endlich den Overall fertigbekommen. Da er auf Zuwachs genäht ist, ist er noch zu groß. Und da ich mit Tragetuch und Baby drin etwas unbeweglich bin, sind die Bilder leider nicht so richtig prall. Aber was solls.


Das ganze Gerät in voller Pracht. Der Stoff ist ein Winterfrottee von Frau G. in B, gefüttert mit einem dicken Sweat von Scherzkeks Stoffe. Hat sich beides super vernäht. Auch wenn ich erst nachschauen musste, wie meine Overlock funktioniert und wie man einen Ärmel einsetzt... ich habe seit Monaten nicht mehr genäht.


Geschlossen wird das ganze Gerät mit Klettverschluss: Zwei Flecken, die den Latz halten und eigentlich ein Fleck, der das Oberteil schließt. Das war mir zu gefährlich, statt den Fleckens habe ich einen Klettstreifen genäht, damit ich in der Weite regulieren kann.


Hier sieht man nochmal schön die geniale Farbe des Futters, ein tolles Pink. Und mein Label passt auch prima dazu... so soll es sein.

Leider habe ich mittlerweile festgestellt, dass die Ottobre-Sachen wahnsinnig weit sind, dafür aber eher kurz zu sein scheinen - die schöne Latzhose, die ich für die Kleine genäht habe ist schon fast zu kurz, aber sie ertrinkt trotzdem darin. Bei dem Overall wird es gehen, da sie ja noch dickere Sachen drunterträgt. Mal sehen, ob ich den zweiten Overall, den ich noch plane etwas verlängere und schmaler mache.

Soweit von mir, zurück ins Studio
Sushi

Montag, 27. Oktober 2008

Kleine Dinge machen Glücklich

Zum Beispiel nähen während man Babyfrei hat. Gestern war Sushi-Mann mit Minimaki flitzen und ich habe mich im Nähzimmer eingesperrt, Otherland gehört und genäht. Ja, war für Minimaki. Ja, ist recht einfach.
Ich muss zugeben, dass es mir nach vier Monaten Abstinenz schwer gefallen ist mich zu erinnern, wie man einen popeligen Ärmel einsetzt. Dann habe ich den zweiten Ärmel auch noch falsch rum eingesetzt (Naht oben, Kugel unten, die Ärmel wurden in Löcher im Rückenteil eingesetzt, darum keine Seitennaht). Zu allem Überfluss war die Naht natürlich mit Dreifach-Steppstich genäht... aber man wächst mit seinen Aufgaben und so langsam kommts wieder.

Wenn es fertig ist, gibt es völlig unspektakuläre Fotos eines Babyoveralls für den Maxi-Cosi

Freitag, 11. Juli 2008

Weekender ist fertig!

Ich hab's geschafft, ich hab's geschafft! Das war ja ein Ding. Dabei hatte ich schon die guten Ratschläge von Madhatter. Na, erstmal ein Bild:



Die Stoffe von Amy Butler habe ich ja schon aufgezählt. Hier ein Detail:



Blöderweise habe ich kein Fast 2 Fuse bekommen, also habe ich mit anderen (Freudenberg-)Einlagen rumexperimentiert. Die Außenteile sind doppelt mit Gewebeeinlage verstärkt, auch die Außentaschen. Der Boden ist wie bei der Sophie mit zwei Lagen einer dicken (wirklich DICKEN) Schabrackeneinlage verstärkt, die aufeinandergebügelt und dann mit den Bodennägeln festgetackert sind.

Das Futter ist am Boden und an den Seitenteilen mit S50 und einer Schicht Gewebeeinlage verstärkt (die die S50 festhält), die Seitentaschen innen nochmal extra mit der dicken Pappeinlage. Damit ist die Tasche recht stabil.

Ich habe noch einige Extrataschen eingefügt. Eigentlich sieht der Schnitt eine große und eine kleine Außentasche vor, das gleiche für Innen. Ich habe zwei große und kleine Außentaschen, das gleiche an Innentaschen eingenäht. Dazu auf die eine große Innentasche noch eine etwas niedrigere Tasche über die gesamte Breite, die ich dreigeteilt habe. Und dann noch eine Tasche fürs Mobiltelefon und eine mit Reißverschluss für Schlüssel. Oder Dinge. Was auch immer ich in RV-Taschen packen möchte.

Hier gibt es noch ein paar zusätzliche Bilder:


So. Dann bin ich ja jetzt mit zwei schönen Taschen fürs Krankenhaus ausgestattet. Ich glaube, so bald möchte ich keine Tasche mehr nähen... obwohl da noch zwei Schnitte auf mich warten.

Freitag, 20. Juni 2008

Pink Girly

Feeeeertig! Gestern war ich nochmal fleissig mit Handnähen und habe meinen Rosa Mädchentraum fertig.

Und wenn ich verrückte Sachen mache, dann gleich richtig. Hier erstmal ein Bild vom Innenleben:



Auf jeder Seite je zwei Innenfächer ohne Verschluss für Dinge wie Wollknäuel, Epicondylitsmanschetten (Häh? Mausarm. Ah!) und der verrückten Sache. Dazu habe ich eine Innentasche mit RV gemacht, eine ohne für das Mobiltelefon.
Ich finde es erstaunlich, wie stark doch das Außenteil der Tasche beim Nähen durch die Paspel und das Fleece geschrumpft ist. Die Futtertasche wirft Falten wie ein zu großer Feinstrumpf am Bein.

Nachdem ich ja den eigentlich als separaten Boden vorgesehen Einsatz mit den Bodenknöpfen festgetackert habe, habe ich die eigentlich komplett unverstärkte Futtertasche doch noch am Boden mit einer Lage Gewebeeinlage und einer Lage dieser superdicken Pappeinlage von Frau G. aus B. verstärkt. Das war ein geächze, dabei musste ich das Teil noch nicht mal wenden! Aber jetzt ist die Tasche schön stabil und hält gut zusammen, auch wenn ich sie gefüllt habe. Nur die Träger kippen zur Seite, aber damit kann ich leben.

So, ich habe die Verrückte Sache angekündigt. Hier das erste Bild, im geschlossenen Zustand:



Man kann es schon erraten, oder? Ich habe mir überlegt, was ich zum Stricken normalerweise immer gern dabei habe und was ich ebenso normalerweise immer lose in meinem Beutel rumfahren habe. Ich hasse das, denn ich finde nie, was ich eigentlich brauche. Was da wären:


  • Das Strickzeug (Klar. Dafür die Seitentaschen)

  • Die Anleitung und ein Bogen Papier für meine Notizen (Auch Seitentaschenkompatibel)

  • Schere

  • Maßband

  • Zweite Nadel oder Ersatznadelspiel

  • Sticknadeln mit oder ohne Spitze

  • Kugelschreiber


Vor allem die letzten Sachen fahren irgendwie rum, ich verliere sie gerne und habe auch schonmal in eine Schere gegriffen, die aufgegangen war. Sehr lustig. Ich strickte mit Zartrosa. Hübsche braunrote Flecke... gnarf!

Also habe ich mir ein Reisestrickutensilo entworfen, in das ich den Großteil dieser Kleinteile gut unterbringe und die Sachen ordentlich zusammen habe. Nichts fliegt herum und mit einem Griff kann ich das Teil rausnehmen und habe, was ich brauche:



Im rechten Teil bringe ich zwei Rundstricknadeln und ein oder zwei Nadelspiele unter, sowie den Stift für meine Notizen.
Links werden dann die Kleinteile verstaut: Maßband und Schere und Stick- oder Nähnadeln. Damit die Schere nicht rumfliegt hat sie noch einen Extra Deckel für ihr Fach bekommen. Natürlich ist dieses Utensilo-Teil genau auf DIE Schere ausgelegt und genau auf DAS Maßband - aber das ist okay, denn das sind genau die Teile, die ich auch meist verwende, wenn ich stricke.

Geschlossen wird das Ganze mit Druckknopf und passt entweder in eine Seitentasche oder in den "Fußraum" der Tasche.

Damit hoffe ich, dass das Ganze wirklich eine Stricktasche wird :) So wie ich es geplant habe.

Ach ja - kurze Maßgabe für das Utensilo:


  • 30 cm breit, 27 cm hoch mit ausgeklappter Flap

  • Rundnadeltaschen sind 7,5 cm breit und je 12 cm hoch

  • Nadelspieltaschen 3,75 cm breit und 17 cm hoch

  • Der rechte Utensilobereich kommt insgesamt auf ca. 16 cm, der linke auf ca. 13 cm

  • Die Maße der Scherentasche und Maßbandtasche hängen natürlich von den Gegebenheiten ab. Bei mir: Schere: 5 cm breit, 11 cm hoch, Maßband: 7 cm breit, 6 cm hoch.


Dann kann ich mich ja an das "eigentliche" Taschenprojekt machen, die Weekender Travel Bag...

Montag, 16. Juni 2008

Erstes Augenfutter

Soooo - der Boden ist drin, die Nerven sind wieder verheilt (wobei - sie haben bei der ersten Tasche im Futterteil durchaus wieder gelitten). Und hier sind Bilder.

Zuerst - die Musik zur Tasche: Pink

Und hier sind Bilder:


Die Tasche von vorn mit der zusätzlichen Außentasche um die dubiosen Träger zu verdecken.


Der so mühevoll eingesetzte Boden. Die Taschennägel halten die doppelte Lage superdicker Einlage fest, die ich klugerweise NICHT auf den Bodenstoff gebügel habe, sondern separat geschnitten habe.


Und die Rückseite - auch hier mit zusätzlicher Verdecktasche, diese in der Mitte geteilt.

Sieht soweit ganz gut aus, gell? Wie gut, dass ich hier entscheiden kann, was ich Euch zeige und was nicht ;)

Sonntag, 15. Juni 2008

Lagebericht zur Sophia

Uff.
Das fast alles ziemlich gut zusammen. Ich habe die Außentasche fast fertig, es fehlen noch einige Stiche an der Bodenplatte, deren letzte Seite ich noch einsetzen muss (grad unterbrach mich das Telefon). Dank Madhatters gutem Vorbild habe ich davon abgesehen, den Boden der Außentasche schon mit F2F oder Timtex oder was-auch-immer-Einlage zu versehen und habe nur mit Gewebeeinlage (H200, zweilagig) und Volumenfliess (H640 oder was) verstärkt - das reicht schon.

Die Griffe werden auf etwas blöde Art angebaut - Steppnaht auf der Naht die zum Absteppen des Griffes verwendet wurde - das sah so doof aus, dass meine Sophia jetzt auch Außentaschen hat *hüstel* Taschen kann man nie genügend haben in einer Tasche.

Zehn Elf Regeln für das Einsetzen des Bodens:

  1. Nimm Dir Zeit
  2. Geh vorher auf die Toilette
  3. Verwende lange Patchworknadeln zum Stecken
  4. Finde zielsicher die Nadelspitze und jage sie Dir in den Daumen
  5. Benutze ein gutes, verstellbares Reißverschlussfüßchen
  6. Nähe langsam
  7. Noch langsamer
  8. Lass die Reißverschlüsse der Tasche AUF
  9. Wende vorsichtig und bei gutem Licht
  10. Trenne alles wieder auf, bügle es aus und nähe es nochmal ein. Mit noch mehr Zeit
  11. Nähe dann nach dem zweiten Trennen doch den größten Teil von Hand - vor allem die Ecken
Wieso nähe ich mir eigentlich eine Tasche? Ach ja. Weil Dessous zu nähen noch schlimmer ist... :D

Wenn die Außentasche fertig ist, setze ich erste Bilder ein.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Pöstliche Merkwürdigkeiten

Woran liegt es, dass zwei Päckchen vom gleichen Absender zur gleichen Zeit an die gleiche Adresse gesandt, nicht am gleichen Tag dort ankommen? Wie hieß es bei Anne auf Green Gables von Davy? Ach ja: Das will ich wissen!

Meine Schnitte sind angekommen *sabber* aber die Stoffe fehlen noch! Also habe ich meinen Fundus durchwühlt, einen rosa Baumwollchintz von Stoff am Stück rausgezuppelt und nähe mir jetzt die Sophia als Mädchentasche. Die Weekender muss noch warten.

Wobei. Was heisst nähen? Nach gefühlten 700 Teilen die ich aus Stoff, Futter und Einlagen zugeschnitten habe, bin ich noch beim Einlage aufbügeln. Wenn ich Glück habe, schaffe ich heute aber noch die Paspel... :D

Dienstag, 10. Juni 2008

GROSSE Pläne

Das Lesen fremder Blogs ist ja an sich eine spannende Sache. Aufpassen sollte man, wenn man die Blogs kreativer, nähender oder strickender Leute liest... das kann ganz schnell nach hinten losgehen.
Ein gutes Beispiel ist da der Blog der Madhatterin Dort gab es vor einiger Zeit einen Beitrag in dem sie eine phantastische Tasche für Kurztrips oder viel Handarbeit gezeigt hat: Die Till you drop.

Das gemeine Sushi ist ja als Taschenfetischst bekannt. Zähneknirschend muss es sich jedoch dazu bekennen, ein Taschenschnittkonstruktionsdau zu sein - selbst einfache Dinge wie Tasche mit Futter ohne Innentasche gehen auf mirakulöse Weise immer schief. Vielleicht liegt es daran, dass ich sowas immer Abends, spät, versuche.

Nun ja. So eine Tasche mit vielen Innenfächern wollte ich schon lange gern haben und habe nie einen vernünftigen Schnitt dafür gefunden. Dank Madhatter hat sich das jetzt geändert. Also werden heute oder morgen folgende Dinge in meinen Besitz übergehen:



Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, welchen Stoff ich außen haben will, der gestreifte ist für die Keder. Und welchen Schnitt ich letztlich verwende. Und dann... dann muss das mit dem Taschennähen hinhauen. Nur weil ich einen Schnitt habe, heisst ja nicht, dass ich dann auch was vernünftiges rauskriege *schluck*

Whish me luck!

Sushi